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Carl Gustav Carus
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DIE GESCHICHTE DER CARUS AKADEMIE

 

Die Carl Gustav Carus Akademie wurde im Frühjahr 1997 als eingetragener Verein gegründet und nahm ihre Arbeit mit dem ersten Seminar „Wickel und Auflagen“ im September des gleichen Jahres auf. Am Dreikönigstag hatten sich zum ersten Mal zwölf Menschen auf Einladung von Prof. Dr. Volker Fintelmann getroffen, drei weitere konnten der ersten Einladung noch nicht folgen, nahmen jedoch an den folgenden Treffen teil. Prof. Fintelmann trug die Idee einer Akademie zur Verbreitung einer ganzheitlichen Heilkunst vor, an der sich alle in medizinischen Berufen Tätigen zu gemeinsamen Fort- und Weiterbildungen und zum praktischen Austausch ihrer Erfahrungen in Kolloquien treffen können sollten.

 

Ein solcher Akademiegedanke lebte durch verschiedene Menschen schon seit 20 Jahren für den Hamburger Raum, wobei die Inhalte und Aufgaben zum Teil unterschiedlich aufgefasst wurden. Konkret wurde die Gründungsfrage jedoch erst durch das Drängen des Hamburger Kaffeekaufmanns Bernhard Rothfos, der als Patient die großen Möglichkeiten einer durch Anthroposophie befruchteten Medizin an sich selbst und verschiedenen, ihm nahe stehenden Menschen erlebt hatte. Sein klarer Impuls war es, eine solcherart praktizierte Medizin, die nicht an der Universität und auch nicht in den öffentlichen Veranstaltungen der Ärztekammer oder Fachgesellschaften gelernt werden konnte, einem großen Kreis interessierter Menschen zugänglich zu machen. Er erklärte sich bereit, das notwendige Kapital zur Verfügung zu stellen und dafür Sorge zu tragen, dass die Akademie wirtschaftlich gesichert arbeiten konnte. Dieses Versprechen hat Bernhard Rothfos mit enger Unterstützung durch seine Lebenspartnerin, die Heilpraktikerin Maria Burger, auch eingelöst.

 

Zunächst war an eine räumliche Einbindung in das Krankenhaus Rissen der DRK-Schwesternschaft Hamburg e.V. gedacht und entsprechende räumliche Planungen durch einen Architekten bereits erstellt worden. Durch Veränderungen in der Leitung des Krankenhauses wurde diese Planung allerdings gestoppt und nach einem anderen Ort Ausschau gehalten, der dann im „Haus Rissen“, einem renommierten Fortbildungsinstitut für Politik und Wirtschaftsfragen im Hamburger Westen gefunden wurde. Durch die dort anstehenden Veränderungen war die Akademie nach gut 12 Jahren gezwungen, sich nach einer neuen Bleibe umzuschauen. Im März 2010 wurde ein Neubau auf dem Gelände der ehemaligen British American Tobacco Fabrik B.A.T. in Bahrenfeld bezogen.

 

Seit Bestehen hat sich der Akademiebetrieb immer mehr gefestigt, 400-600 Menschen kommen jährlich zu den Veranstaltungen, die inzwischen auch verschiedene Ausbildungen neben den Fort- und Weiterbildungen (Kolloquien, Seminare, Forschungskreise) einschließen. Das jeweils aktuelle Jahresprogramm gibt über dieses Angebot laufend und detailliert Auskunft.

 

Geleitet wird die Akademie von einem Akademierat, der z.Z. aus 3 Personen besteht. Er wiederum ist dem Trägerverein verantwortlich, der z.Z. 5 Personen umfasst. Ein Förderverein schließt die Menschen oder auch Gruppierungen zusammen, die sich der Akademie verbunden fühlen und sie ideell und wirtschaftlich unterstützen wollen. Der Akademierat trifft sich 14-tägig, die Vereine im Rahmen ihrer Mitgliederversammlungen bzw. aus aktuellem Anlaß.